Gesundheit

Rasse und Gesundheit

Landläufig spricht man im Zusammenhang mit Hundezucht gerne von einer "Überzüchtung" verschiedenster Hunderassen. Während es bei manchen Rassen manchmal tatsächlich zu einer gravierenden Beeinflussung der Gesundheit des Hundes kommt - Stichworte: verkürzter Fang, Atemprobleme, Augen die aus den Höhlen fallen, Stummelbeine etc. -  wird der Weisse Schäferhund naturbelassen gezüchtet. 

So wie der Weisse Schäferhund heute aussieht, hat er im Wesentlichen auch in der Frühzeit der Hundezucht ausgesehen. Vergleiche mit weißen Wölfen - den hauptsächlichen Vorfahren unserer heutigen Haushunde -  bestärken diese Annahme. Die Ähnlichkeit bezieht sich jedoch nur auf die Erscheinung. Der heutige Weisse Schäferhund wäre für ein Leben in der freien Wildbahn ungeeignet. Zu sehr hat er sich im Laufe der Jahre an den Menschen angepasst. Wie überhaupt der Hund das einzige Lebewesen ist, welches eine solche innige Beziehung zum Menschen unterhält.

Die allseits gefürchtete Hüftgelenksdysplasie (HD) und Ellbogendysplasie (ED) kommt im Gegensatz zu vielen anderen mittleren bis größeren Rassen bei den Weissen Schäferhunden so gut wie überhaupt nicht vor. Dies ist darauf zurückzuführen, dass innerhalb des BVWS-Ö und seiner befreundeten Verbände nur Hunde mit den HD-Befunden "FREI" oder "FAST-NORMAL"und ED-Befund „FREI“, zur Zucht zugelassen werden.

Durch verstärkte Kontakte mit anderen Vereinen und Züchtern,so wie strenge Selktion der Zuchttiere, hat die sogenannten Speiseröhrenerweiterung (Megaösophagus) in den letzten Jahren sehr stark abgenommen und kommt so gut wie kaum mehr vor, was in den Zuchtanfängen in Europa durchwegs ein starkes Thema war.

Der Weisse Schäferhund behält meist bis ins hohe Alter seine Agilität und Spielfreude. Dies ist ein deutliches Zeichen für einen ausgezeichneten Gesundheitszustand.